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„Männertrip“ im Kino

Männertrip

Mit „Männertrip“ aktualisieren Produzent Judd Apatow und Regisseur Nicholas Stoller die gute alte Ekel-Formel des amerikanischen Komödienkinos und wenden sie auf das Milieu der Popmusik an. Russell Brands Rolle darin ist ein spin-off der Figur, die er bereits in Stollers „Forgetting Sarah Marshall“ („Nie wieder Sex mit der Ex“) verkörperte: Aldous Snow, ein maßloser britischer Ex-Popstar mit laszivem Hüftschwung und einer sich ständig akrobatisch verrenkenden Zunge. Zu einem Comeback-Konzert soll er von London nach Los Angeles gebracht werden, eskortiert vom dicklich devoten Plattenfirmen-Angestellten (Jonah Hill), dessen Loyalität und Opferbereitschaft von Snow mehrfach bis an physische und psychische Schmerzgrenzen getestet wird. Über weite Strecken schafft es der Film, die Konstellation „Fan trifft Star“ in großartig exaltierte Momente, kindliches Übertreiben und repetitives Überdehnen peinlich-komischer Situationen zu übersetzen. Eine äußerst körperbetonte Komik, die vor allem aus den Gegensätzen zwischen der Kartoffelsack-artigen Präsenz Jonah Hills und der durchweg sexualisierten Physis Russell Brands entsteht.

Text: Michael Baute

Foto: Glen Wilson

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Männertrip“ im Kino in Berlin

MÄNNERTRIP (GET HIM TO THE GREEK), USA 2010; Regie: Nicholas Stoller; Darsteller: Russell Brand (Aldous Snow), Jonah Hill (Aaaron Green), Sean „P. Diddy“ Combs (Sergio Roma); 109 Minuten

Kinostart: 2. September

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