Biopic

„Marie Curie“ im Kino

Die Worte Genie und Frau kommen Ende des 19. Jahrhunderts im Sprachgebrauch zusammen nicht vor.

Foto: P’Artisan Filmproduktion

Entsprechend schwer hat es die Naturwissenschaftlerin Marie Curie (Karolina Gruszka), sich mit ihren bahnbrechenden ­Forschungen durchzusetzen. Zum Glück steht ihr mit ihrem Ehemann Pierre (Charles Berling) ein ebenbürtiger Partner zur Seite; gemeinsam erhalten sie 1903 den ­Nobelpreis für Physik. Als Pierre überraschend stirbt, muss sich Marie alleine durchbeißen.

Regisseurin Marie Noëlle bleibt jenem erzählerischen Stil treu, den sie schon an der Seite ihres vor drei Jahren verstorbenen Partners Peter Sehr bevorzugte: prächtige, kinotaugliche Bilder mit fließenden Überblendungen, dazu aufwändige historische Settings und ambitionierte Handlungen, zu sehen in Filmen wie „Die Frau des Anarchisten“ (2008) oder zuletzt auch in „Ludwig II.“ (2012). Aber immer ist eine gewisse Distanz zu den Figuren zu spüren, was eine echte Empathie erschwert.

Marie Curie F/PL/D 2016, 100 Min., R: Marie Noëlle, D: Karolina ­Gruszka, Arieh Worthalter, Charles Berling, Start: 1.12.

Bewertungspunkte3

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