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„Marina Abramovic – The Artist is Present“ im Kino in Berlin

Marina Abramovic - The Artist is Present

Diese Frau ist in der Lage, einem durch nichts als ihren Blick die Tränen in die Augen zu treiben. Wenn dies nun etwas esoterisch klingt, so passt das gut. Denn die Arbeit der Serbin Marina Abramovic bewegt sich seit einiger Zeit schon in Richtung Meditation und Metaphysik. Das war nicht immer so, wie dieser Film auch zeigt: „Marina Abramovic – The Artist is Present“ zeichnet ein Porträt der Künstlerin im Zenit ihres Ruhms. Die legendäre Performerin lässt sich von dem Regie-Duo Matthew Akers und Jeff Dupre bei den Vorbereitungen ihrer im Frühling 2010 so medienwirksam vollzogenen elfwöchigen Aktion im New Yorker Museum of Modern Art zusehen – und sie erinnert sich zurück an die heftigen 1970er-Jahre, als Body Art und Performance noch Teil des Underground waren. Als Dokumentarfilm ist „Marina Abramovic“ (übrigens von der Kunstsammlerin und Aktivistin Francesca Habsburg koproduziert) durchaus konventionell inszeniert, seine charismatische Protagonistin überstrahlt die Schwächen jedoch locker: Tränen lügen nicht.

Text: Stefan Grissemann

Foto: Jenni Morello / dogwoof / nfp

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Marina Abramovic – The Artist is Present“ im Kino in Berlin

Marina Abramovic – The Artist is Present, USA 2012; Regie: Matthew Akers, Jeff Dupre; 106 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 29. November  

Lesen Sie hier: Ein Interview mit Marina Abramovic

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