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Drama

„Marlina – Die Mörderin in vier Akten“ im Kino

Wenn sieben Männer eine Frau im südostasiatischen Niemandsland überfallen um sie zu vergewaltigen, erscheint dazu wahrscheinlich nicht einmal eine Kurzmeldung in den Nachrichten. Wenn die Frau den Spieß aber umdreht, indem sie ihre Widersacher einen nach dem anderen kurzerhand um die Ecke bringt, dann gibt das Stoff für einen Spielfilm in vier Aufzügen.

Eksystent Distribution

Nach dem barbarischen Akt, den Marlina gleich zu Beginn des Films an ihren Peinigern verübt, begibt sie sich auf die Suche nach Recht und Sühne durch die Steppe einer dünn besiedelten indonesischen Insel. Gegen die Übermacht des bodenlosen Chauvinismus, von dem die dortige Gesellschaft durchzogen ist, ist Marlina auf Selbstjustiz angewiesen – stellvertretend seien hier die Polizisten auf dem nächstgelegenen Revier genannt, die zwar vorgeben, gegen die noch flüchtigen Täter nichts ausrichten zu können, im nächsten Moment aber alle Kräfte bündeln, um den Mehrfachmord an Marlinas Peinigern aufzuklären.

Dennoch avanciert sie, lonesome und heroisch durch die Steppe reitend, den Skalp ihres Konterparts unterm Arm, zur Heldin, wie man ihr auch im Wilden Westen (von jeher eine Männerdomäne) begegnen könnte. Ein indonesischer Roadmovie – blutig, dramatisch und ein bisschen komisch.

Marlina the Murderer in Four Acts (OT) Indonesien 2017, 94 Min., R: Mouly Surya, D: Marsha Timothy, Egy Fedly, Dea Panendra, Start: 18.1.

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