Tragikomödie

„Maybe, Baby!“ im Kino

Das Regie-Debüt der Schauspielerin Julia Becker ist ein unterhaltsamer, aber auch tiefsinniger Film über die Angst vor dem endgültigen Erwachsenwerden

W-film/ Oma Inge Film

Bei den Freundinnen der Mittdreißigerin Marie dreht sich alles nur noch um Kinder. Und auch Maries Freund Sascha wünscht sich Nachwuchs. Doch Marie ist sich da nicht so sicher und flüchtet deshalb mit Lover Lukas auf eine einsame Tiroler Berghütte. Mit der erhofften Zweisamkeit ist es jedoch nichts, denn Sascha ist schon vor Ort – um wiederum mit seiner Affäre namens Birgit ein paar vergnügliche Stunden zu verbringen. Da der Lift nicht mehr ins Tal fährt, sind die vier gezwungen, das Wochenende zusammen zu verbringen. Marie bleibt nichts anderes übrig, als sich mit ihrer Beziehung und dem Thema Kinderkriegen auseinanderzusetzen. Nach einem amüsanten Start entwickelt sich der Film damit in der Berghütte zu einer Art Kammerspiel, wo es nicht nur um die Beziehung der beiden geht, sondern auch um Fragen, wie man leben möchte. Und welche Entscheidungen man bereit ist, dafür zu treffen.

„Maybe, Baby!“ ist das mittels Crowdfunding finanzierte Regie-Debüt der Schauspielerin Julia Becker („Hauptstadtrevier“, „In aller Freundschaft“), die zugleich das Drehbuch geschrieben hat sowie souverän und glaubwürdig die Rolle der Marie spielt. Und lässt damit über Längen und die teilweise recht vorhersehbare Handlung hinwegsehen. Zu Hilfe kommt auch der tolle Soundtrack von deutschen Indie-Bands. Insgesamt ist der beim Achtung Berlin-Filmfestival im Wettbewerb gelaufene Beitrag ein unterhaltsamer, aber auch tiefsinniger Film über die Angst vor dem endgültigen Erwachsenwerden.

Maybe, Baby! D 2017, 79 Min., R: Julia Becker, D: Julia Becker, Marc Ben Puch, Christian Natter, Charlotte Crome, Start: 26.4.

 

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