Kinderfilm

„Mein Freund, die Giraffe“ im Kino

Sooo einen Hals ­ – Aus einem Kinderlied wurde „Mein Freund, die Giraffe“

2017 Little Dream Entertainment

In den Niederlanden ist das Kindergedicht vom Jungen Dikkertje Dap höchst beliebt. Als Lied vertont hat es unter anderem der berühmte ­Barde Hermann van Veen. Dass die Story auch genug Stoff für einen abendfüllenden Familienfilm hergibt, zeigt nun die Regisseurin Barbara Bredero.

Mächtig aufgeregt ist Dominik, so heißt der menschliche Held in der deutschen Version, an seinem vierten Geburtstag. Denn bereits in diesem zarten Alter werden in den Niederlanden die Kinder eingeschult. Doch Dominik freut sich auch, schließlich glaubt er, dass sein bester Freund Raff, der am selben Tag geboren ist, mit ihm die Schulbank teilen wird. Raff ist eine sprechende Giraffe im Zoo. Aber Giraffen gehen nicht in die Menschenschule. Denn sie wissen alles, was sie wissen müssen, behaupten die Erwachsenen. Raff und Dominik sehen das anders, und letzterer lässt sich Tricks einfallen, wie er Schule und Giraffe unter einen Hut bekommt. Unterdessen findet Dominiks Großvater, der im Zoo arbeitet, Gefallen an der herzlichen Grundschullehrerin, was für allerhand Gefühls-Kuddelmuddel sorgt.

Für Kinder ist die mit sympathischen Darstellern sehr flockig inszenierte Geschichte ein spaßiges Abenteuer, in dem auch melancholische Töne anklingen. Zwar kommt die Geschichte recht artig daher, trotzdem bietet der Plot auch Erwachsenen so manche Anregung, ihre scheinbar unumstößliche Regelwelt zu hinterfragen. Eine Giraffe in der Schule – das geht nun wirklich nicht. Oder doch?

Mein Freund, die Giraffe NL/B/D 2017, 74 Min., R: Barbara Bredero, D: Liam De Vries, Martijn Fischer, Dolores Leeuwin, Medie Broekman, Start: 1.3.

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