Mein schönstes Berlinale-Erlebnis

Michael Verhoeven

Die Berlinale wird 60 und wir haben dies zum Anlass genommen, 15 Regisseuren und Festivalmachern einen Fragebogen zu schicken, um uns von ihren schönsten und schrecklichsten Berlinale-Erlebnissen zu erzählen. In unserer kleinen Serie zum Aufwärmen auf die Berlinale stellen wir heute den Fragebogen von Michael Verhoeven vor. Dessen Film „o.k.“ führte 1970 zum einzigen Abbruch der Berlinale.
In unserem Berlinale-Album stellen wir sechs Personen vor, die bei der Jubiläums-Berlinale 2010 eine ganz besondere Rolle spielen werden. Heute stellen wir Hanna Schygulla in einem Kurzprotrait vor, die auf der Berlinale 2010 den Goldenen Bären für ihr Lebenswerk erhalten wird.

 

Michael VerhoevenZur Person: Michael Verhoeven

Geboren am 13. Juli 1938 in Berlin, lebt in Berlin.
Werk/Hintergrund: Michael Verhoeven stammt aus einer Schauspielerfamilie und stand selbst immer wieder vor der Kamera. Er absolvierte eine Ausbildung zum Arzt, begann dann jedoch als Regisseur Filme zu drehen (besonders bekannt wurde „Die weiße Rose“, 1982).
Berlinalefilme: Seine Vietnam-Parabel „o.k.“ führte 1970 zum Abbruch und zu einer gründlichen Reform des Festivals. Im Jahr darauf lief „Wer im Glashaus liebt … der Graben“ im Wettbewerb, 1990 bekam er für „Das schreckliche Mädchen“ den Silbernen Bären.
Demnächst: Michael Verhoeven arbeitet gegenwärtig an einem Dokumentarfilm über einen Todeskandidaten in den USA und an dem Spielfilmprojekt „I Am Magda“ über ein zwölfjähriges jüdisches Mädchen, das den Nazis entkommt.

Fragebogen Michael Verhoeven

 

BERLINALE-ALBUM

Hanna Schygulla (c) Dorothea WimmerHanna Schygulla – Goldener Bär für das Lebenswerk

Als der deutsche Film das Beiwort „neu“ bekam, war Hanna Schygulla für einige Jahre so etwas wie das Gesicht dieses Neuen Deutschen Films. Sie war die Effi Briest und die Maria Braun bei Rainer Werner Fassbinder, sie trat in „Falsche Bewegung“ von Wim Wenders auf und in „Die Fälschung“ von Volker Schlöndorff. An diese Jahre künstlerisch anzuschließen, erwies sich als nicht immer leicht – umso schöner die große Rolle, die Fatih Akin ihr vor drei Jahren in „Auf der anderen Seite“ schrieb.

Text: BR

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