Kino & Stream

Ulrich und Erika Gregor

Die Berlinale wird 60 und wir haben dies zum Anlass genommen, 15 Regisseuren und Festivalmachern einen Fragebogen zu schicken, um uns von ihren schönsten und schrecklichsten Berlinale-Erlebnissen zu erzählen. In unserer kleinen Serie zum Aufwärmen auf die Berlinale stellen wir heute die Fragebögen von Ulrich und Erika Gregor vor. Den beiden Filmhistorikern wird dieses Jahr die Goldene Berlinale-Kamera verliehen.
In unserem Berlinale-Album stellen wir sechs Personen vor, die bei der Jubiläums-Berlinale 2010 eine ganz besondere Rolle spielen werden. Unser heutiges Kurzportät stellt den chinesischen Regisseur Zhang Yimou vor, dessen Film „A Woman, a Gun and a Noodle Shop“ im diesjährigen Wettbewerb der Berlinale läuft.

Die GregorsZu den Personen: Ulrich und Erika Gregor

Geboren: Ulrich Gregor (18. September 1932 in Hamburg), Erika Gregor (immer jugendlich), leben in Berlin.
Hintergrund/Werk: Ulrich Gregor begann in den 1950er Jahren als Filmjournalist („Filmkritik“) und Filmhistoriker („Geschichte des Films“, 1962, zusammen mit Enno Patalas). Er zählt gemeinsam mit seiner Frau Erika zu den Begründern des Berliner Arsenal-Kinos und des Vereins Freunde der deutschen Kinemathek. Leiter des Forums von 1971 bis 2001.
Berlinale: Ulrich Gregor und die „Freunde“ wurden im Zuge der Festivalreform nach dem Skandal um die Wettbewerbsaufführung von Michael Verhoevens „o.k.“ damit beauftragt, ihr Gegenfestival unter dem Dach der Berlinale zu etablieren. Seit 1971 gibt es das Internationale Forum des Jungen Films, das „die Gregors“ (die immer gemeinsam reisen, Filme sehen, diskutieren und viele Entscheidungen in Absprache treffen) bis 2001 maßgeblich prägten.
Demnächst: Empfänger der Goldenen Berlinale-Kamera beim diesjährigen Festival.

Foto: David von Becker

Fragebogen Ulrich Gregor

Fragebogen Erika Gregor

 

Zhang Yimou auf der BerlinaleZhang Yimou – „A Woman, a Gun and a Noodle Shp“ im Wettbewerb

Mit dem Goldenen Bären für sein Debüt „Das rote Kornfeld“ 1988 begann die Weltkarriere von Zhang Yimou. Die Werke des gelernten Kameramanns zeichnen sich durch Farb- und Lichtkunst aus. In den 90er Jahren war Zhang in China als Regimekritiker geächtet, als Zeremonienmeister der Olympiade 2008 ist der bald 60-Jährige zu einer Art Hofregisseur des kommunistischen Regimes avanciert. In Zhangs historischer Kriminalkomödie „San Qiang Pai An Jing Qi“ („A Woman, a Gun and a Noodle Shop“, Wettbewerb) plant ein Imbissbetreiber zur Kaiserzeit die Ermordung seiner untreuen Ehefrau.

Text: RU

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