Romanze

„Mein ziemlich kleiner Freund“ im Kino

Größe beweisen: Jean Dujardin ist „Mein ziemlich kleiner Freund“

Foto: Concorde/ Jean Marie Leroy 2016/ VVZ Production Gaumont

Vieles spricht dafür, dass Alexandre und Diane miteinander glücklich werden könnten. Er ist ein erfolgreicher Architekt, sie eine geschäftstüchtige Anwältin – allerdings überragt Diane ihren Liebsten um weit mehr als eine Kopf­länge. Aber wen interessieren schon Äußerlichkeiten, wenn man ansonsten perfekt harmoniert? Trotzdem ist das Duo in der Öffentlichkeit ständiger Häme ausgesetzt: Diane wird von ihrem Ex Bruno, mit dem sie immer noch ­zusammenarbeitet, auf „Schneewittchen“ ­umgetauft, ihre Mutter nennt Alexandre nur den „Zwerg“. Verständlich, dass da selbst bei der taffesten Frau irgendwann die Nerven blank liegen.
Dass man Größe besitzen muss, um unter ­diesen Umständen seine Gefühle ausleben zu können – darum geht es Regieroutinier Laurent Tirard. Seine mit Frankreichs Superstar Jean „The Artist“ Dujardin als Alexandre und Virginie Efira („Birnenkuchen mit Lavendel“) perfekt besetzte Herzschmerzromanze verzichtet größtenteils auf billigen Klamauk, meistert die Gratwanderung zwischen Tragik und Komik mit viel Wortwitz. Tirard unterhält mit einer mainstreamig aufs Happyend zusteuernden Feelgood-Komödie.

Un homme à la hauteur (OT) F 2016, 98 Min., R: Laurent Tirard, D: Jean Dujardin, Virginie Efira, Cédric Kahn, César Domboy, Start: 1.9.

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