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„Meine Frau, unsere Kinder und ich“ im Kino

Meine Frau, unsere Kinder und ich

Der Parcours durch alle Fettnäpfchen nimmt für Gaylord „Greg“ Focker (Ben Stiller) kein Ende. Bereits zweimal musste die männliche Krankenschwester im Abstrampeln um Anerkennung die Sabotageakte und Belastungsproben seines Schwiegervaters, des früheren CIA-Agenten Jack Byrnes (Robert De Niro), über sich ergehen lassen. In Paul Weitz’ „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ prüft Jack ihn nun einmal mehr auf Herz, Nieren, Treue, Finanzen und die Erziehung der zwei Nachwuchs-Fockers. Denn nachdem sich Jack nach einem Herzinfarkt nur durch Selbstdefibrillation retten konnte, will er den Thron der Byrnes-Familie für die nächste Generation freimachen – und muss für die Nachfolge auf Greg zurückgreifen, der natürlich in seinen Augen eine Notlösung ist.
In dem daraus erwachsenden Chaos ist zwar die brillante Besetzung der Vorgängerfilme wieder komplett. Doch weder De Niro noch die viel zu kurz vorbeischneienden Althippie-Focker-Eltern Barbra Streisand und Dustin Hoffman können diesmal über die Einfallslosigkeit des Drehbuchs hinwegtäuschen: Nach nicht mal fünf Minuten und den ersten Witzen über Fockers Namen und seinen Job ist schon klar, dass „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ („Little Fockers“) vor allem das erprobte Figureninventar verwaltet und sich mit schlappen Variationen der darauf zugeschnittenen Gags, klamaukigen Aussetzern derbster Art und dem Drehen an der Spirale vorhersehbarer Eskalationen begnügt.

Text: Sascha Rettig

Foto: Glen Wilson

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ im Kino in Berlin

Meine Frau, unsere Kinder und ich (Little Fockers), USA 2010; Regie: Paul Weitz; Darsteller: Robert De Niro (Jack Byrnes), Ben Stiller  (Greg Focker), Owen Wilson (Kevin Rawley); 98 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 23. Dezember

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