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„Metropolis“ in der restaurierten Fassung im Kino

Metropolis

Als 2008 die Kunde nach Deutschland drang, dass im Museo del Cine in Buenos Aires eine Kopie von Fritz Langs „Metropolis“ (1927) entdeckt worden war, die der Fachwelt bislang unbekannte Szenen enthielt, konnte das durchaus als filmhistorische Sensation bezeichnet werden. Immerhin galt bis dahin rund ein Viertel des wegweisenden, aber immer wieder verstümmelten und verfälschten Science-Fiction-Films als verschollen. Zwar ist „Metropolis“ in seiner jüngsten Version immer noch nicht komplett, doch die „neuen“ Szenen vervollständigen vor allem die Szenen um Josaphat und den „Schmalen“ (Fritz Rasp, Bild), sodass diese Figuren in ihrer Motivation und Komplexität nun wieder verständlich werden. Leider liegt die Bildqualität der Ergänzungen weit unter dem Standard des restlichen Materials, und alles in allem bleibt „Metropolis“ auch in dieser Fassung natürlich immer noch „Metropolis“ – im Guten wie im Schlechten: ebenso sehr ein visionärer Architektur-Traum wie ein absurd-reaktionäres Drama um die Vermittlung zwischen Kapital und Arbeit.

Text: Lars Penning

Orte und Zeiten: „Metropolis (restauriert)“ im Kino in Berlin

Metropolis (restauriert), Deutschland 1927-2010; Regie: Fritz Lang; Darsteller: Brigitte Helm (Maria/Maschinenmensch),
Alfred Abel („Joh“ Fredersen), Gustav Fröhlich (Freder Fredersen); 152 Minuten

Kinostart: 12. Mai

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