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„Milarepa – Der Weg zum Glück“ im Kino

MilarepaDer Mythos vom Mystiker Milarepa ist die bedeutendste tibetische Überlieferung aus dem 11. Jahrhundert. Nachdem habgierige Verwandte ihn um das Erbe seines früh verstorbenen Vaters betrogen hatten, ging der unter dem Namen Thöpaga aufgewachsene junge Mann auf Drängen seiner rachsüchtigen Mutter bei zwei Zaubermeistern in die Lehre, bis er Telekinese und schwarze Magie beherrschte. Um die Verwandten zu bestrafen, beschwor er ein furchtbares Unwetter herauf, durch das sein Heimatdorf zerstört und Menschen getötet wurden. Doch dann lernte Thöpaga bei einem Einsiedler die Worte Buddhas kennen, studierte dessen Lehre und entwickelte sich zum buddhistischen Weisen.
Auch der Regisseur von „Milarepa – Der Weg zum Glück“ ist ein Buddhist hohen Ranges, ein Rinpoche. Die Initiation für das Kino erhielt er 12-jährig, als er in Bhutan einen Bruce-Lee-Film sah. Sein in den grandiosen Hochgebirgskulissen des Himalaya gedrehtes Spielfilmdebüt zeichnet sich durch gradlinige Dramaturgie und einfache, aber wirkungsvolle Bildsprache aus. Ziel sei es, Mitgefühl und Toleranz zu propagieren, denn: Rache löst keine Probleme, sie schafft nur neue.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Milarepa – Der Weg zum Glück“ im Kino in Berlin

Milarepa – Der Weg zum Glück (Milarepa), Bhutan 2005; Regie: Neten Chokling; Darsteller: Jamyang Lodro (Milarepa und Thöpaga mit 16), Orgyen Tobgyal (Yungton Trogyel), Kelsang Chukie Tethong (Kargyen); 95 Minuten

Kinostart: 23. September

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