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Dokumentarfilm

„Miloš Forman – What Doesn’t Kill You“ im Kino

Bekannt ist Miloš Forman vor allem als Regisseur riesiger Publikumserfolge der 1970er- und 80er-Jahre wie „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) und „Amadeus“ (1984)

Miloš Forman - What Doesn't Kill You Filmstill
Miloš Forman – What Doesn’t Kill You Filmstill

Seine Rolle als wichtiger  Protagonist der tschechischen Neuen Welle in den 1960er-Jahren, als Filme wie „Die Liebe einer Blondine“ (1965) oder die Satire „Der Feuerwehrball“ (1967) insbesondere bei den Novelle-Vague-Kollegen in Frankreich geschätzt wurden, geriet darüber fast ein wenig in Vergessenheit.

In dem bereits von 2009 stammenden dokumentarischen Porträt „Miloš Forman – What Doesn’t Kill You“ lässt Regisseur Miloslav Šmídmajer seinen berühmten Kollegen (sowie einige Mitarbeiter, Schauspieler und Familienmitglieder) bei verschiedenen Anlässen über dessen Leben und die gesamte Karriere erzählen – inklusive jener Projekte, aus denen nie etwas wurde. Der Ansatz ist natürlich nicht analytisch, aber Forman ist ein extrem unterhaltsamer Erzähler, egal, ob er von traurigen Anlässen wie seinem letzten Treffen mit dem todkranken Franҫois Truffaut berichtet oder von einer absurden Aufnahmeprüfung an der Prager Filmhochschule („Inszenieren Sie doch mal kurz den Kampf für den Weltfrieden!“).

Bei alledem erkennt man auch, dass Formans prägende Erfahrungen mit den Diktaturen der Nazis (seine Eltern wurden von der Gestapo abgeholt) und der Kommunisten stets hinter seinem Interesse für all die verschiedenen Filmprojekte stand, in denen es um den Kampf für die Freiheit des Individuums gegen repressive Systeme geht. Lars Penning

Miloš Forman – Co te nazabije… (OT) CZ 2009, 100 Min., R: Miloslav Šmídmajer, Start: 6.10.

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