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misslungene Satire: “ Short cut to Hollywood“


ShortcuttohollywoodJohannes Selinger ist Mitte 30 und in der Sinnkrise: Noch hat er nichts Großes geleistet oder „wirk­­lich gelebt“. Das will er ändern und bricht deshalb nach Amerika auf; mit dabei sind zwei musizierende Freunde und ein Wohnmobil mit OP-Einrichtung. Denn Johannes, der sich jetzt John F. Salinger nennt, hat einen Plan – parallel zu seinen Auftritten wird er sich verstümmeln, am Ende soll der Freitod stehen. Das soll für Aufmerksamkeit und Starruhm sorgen, ein kurzes, großes Finale für ein angeblich banales Leben.
Gerne hätte man eine gute Satire über Sensationsgier und Medien gesehen, leider implodiert dieser Film schon am Start. Es folgen rund anderthalb teils fade, teils bemüht auf Tabubruch gebürstete Stunden mit ein bisschen angestaubter Sozialkritik und einer belanglosen Liebesgeschichte. Schlampig gemacht und bestenfalls halb durchdacht, passend begleitet von einer infantilen Werbekampagne.

Text: Thomas Klein

tip- Bewertung: Ärgerlich

 

Short Cut to Hollywood Deutschland 2009; Regie: Marcus Mittermeier
und Jan Henrik Stahlberg; Darsteller:
Jan Henrik Stahlberg (Salinger),
Marcus Mittermeier (Welby),
Christoph Kottenkamp (Chrismon); Farbe, 94 Minuten;

Kinostart: 24. September

 

 

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