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Mitte gegen Rechts zeigt Filme gegen Nazis

Mitte gegen Rechts

Schon recht, auch Nazis, Glatzen, Skins und völkische Jungkameraden müssen sich mal einkleiden. Seit einiger Zeit erledigen die Braunen ihr Einkaufsgeschäft in der Rosa-Luxemburg-Straße. Dort hat im Februar der Bekleidungsladen Tönsberg aufgemacht und bietet Thor-Steinar-Ware an, die in rechtsradikalen Kreisen extrem beliebt ist. Vielen Anwohnern gefällt das nicht: nicht der Bekleidungsladen, nicht das vermehrte Auftreten von Nationalen, nicht die Nazi-Ideologie. Darum hat die Initiative Mitte gegen rechts dafür gesorgt, dass drei Container als Zeichen des Protes­­tes und Mittel der Aufklärung unübersehbar in der Straße platziert wurden.

Ein Container steht direkt vor dem Tönsberg-Laden. Bislang waren die Container verschlossen, doch nun öffnen sie sich für zwei Tage und laden ein zu einem Filmprogramm. Dokumentationen, Kurzfilme, Animationen, Reportagen und Clips werden sich mit Rassismus, Ausgrenzung, Alt- und Neonazis beschäftigen. Unter anderem laufen das Scheunenviertel-Porträt Berlin Ecke Volksbühne, Reportagen über die neuen NPD-Frauen und Roots Germania von Mo Asumang. Der Film war ihre Reaktion auf Morddrohungen („Die Kugel ist für dich, Mo Asumang“), die von der Neonazi-Band White Arian Rebels gegrölt wurden. Die Film-Container, die auch mit Überraschungen und satirischen Attacken gegen Nazis aufwarten, haben geöffnet am Freitag, dem 15. August (15-22 Uhr) und Sams­tag, den 16. August (11-19 Uhr).

 

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