Drama 

„Morgen sind wir frei“ im Kino

Regisseur Hossein Pourseifi wurde 1976 im Iran geboren und reiste mit neun Jahren mit der Familie nach Deutschland aus. Für sein Langfilmdebüt stützte er sich auf Erfahrungen von Landsleuten

Little Dream Pictures

Als Kommunist konnte der Iraner Omid (Reza Brojerdi) in den 60ern vor dem Terror des Schahs in der DDR Asyl bekommen. Dort lernte er Beate (Katrin Röver) lieben. Ihre Tochter Sarah ist nun, 1979, acht Jahre alt, als der Schah aus dem Iran ins Exil flieht. Nun will der Journalist Omid eine freiheitliche Gesellschaft in seiner Heimat mitgestalten. Und auch die Chemikerin Beate hofft, in Teheran ihre wissenschaftliche Arbeit forcieren zu können. Also siedelt die Kleinfamilie in den Iran über.

Doch nachdem viele religiösen Verordnungen in Kraft treten, wird das Leben schwieriger: Sarah muss in der Schule ein Kopftuch tragen, Wissenschaftler werden von den Fundamentalisten per se kritisiert, Omids Job als Chefredakteur einer linken Zeitung wird lebensgefährlich. 1981 will Beate mit ihrer Tochter zurück in die DDR. Doch Sarah gilt als Iranerin, ihr wird das Visum verwehrt.

Regisseur Hossein Pourseifi wurde 1976 im Iran geboren und reiste mit neun Jahren mit der Familie nach Deutschland aus. Für sein Langfilmdebüt stützte er sich auf Erfahrungen von Landsleuten. So entstand ein intensives Drama über das, was geschehen kann, wenn die Ideologie über die Freiheit siegt.

Morgen sind wir frei D 2019, 97 Min., R: Hossein Pourseifi, D: Katrin Röver, Reza Brojerdi, Luzie Nadjafi, Zar Amir Ebrahimi, Start: 14.11.

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