Episodenfilm

„Mother’s Day“ im Kino

Fader Feiertag: „Mother’s Day“ – der letzte Film der Komödienlegende Garry Marshall

Foto: NFP/ Ron_ Batzdorff

Man hätte sich eine andere Abschiedsvorstellung gewünscht für einen Regisseur, der einst mit Serien wie „Männerwirtschaft“ Fernseh­geschichte schrieb und später mit „Pretty ­Woman“ das Genre der Romantic Comedy prägte. Doch nun starb Garry Marshall im Juli 81-jährig kurz nach dem US-Start von „Mother’s Day“, der als Vermächtnis wenig taugt.
Einmal mehr hat sich Marshall – nach „Valentinstag“ und „Happy New Year“ – einen Feiertag vorgeknüpft, um den herum einige lose verknüpfte Episoden gestrickt werden. Eine geschiedene Mutter muss mit der neuen Heirat ihres Ex klarkommen, eine andere bekommt unerwartet Besuch von ihren entfremdeten ­Eltern, außerdem ringt ein Witwer mit dem ­Dasein als alleinerziehender Vater, und eine junge Frau sucht ihre leibliche Mutter.

Wie immer fährt Marshall dafür prominente, sympathische Darsteller auf, von Jennifer Aniston, Kate Hudson und Jason Sudeikis bis zu seiner Lieblingsschauspielerin Julia Roberts (in grauenvoller Perücke) und seinem besten Freund Hector Elizondo. Dazu kommen jede Menge Kinder und familiäre Verstrickungen aller Art. Über eine gehörige Portion Schmalz sieht man angesichts der Thematik prinzipiell hinweg, über ein Drehbuch voller Klischees und ohne echten Witz nicht. „Mother’s Day“ verströmt dort, wo man auf Charme und Herz hofft, nur Künstlichkeit.

Mother’s Day USA 2016, 118 Min., R: Garry Marshall, D: Jennifer Aniston, Kate Hudson, Julia Roberts, Start: 25.8.

Bewertungspunkte5

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