Animationsfilm

„Mutafukaz“ im Kino

Totale absurde SF-Action-Geschichte um eine nicht immer stressfreie Freundschaft

ANKAMA ANIMATIONS

Angelino, ein seltsames Männchen mit ziemlich großen Augen, lebt in einem Drecksloch in einer Scheiß-Stadt namens Dark Meat City. Bei ihm zuhause gehen nicht bloß seine Freunde Willy und Vinz, dessen Kopf permanent in Flammen steht, ein und aus, es tanzen auch die Kakerlaken auf dem Tisch. Und sein Job als Pizzafahrer ist auch nicht gerade die Erfüllung in einem reichlich trostlosen Dasein. Doch nach einem Unfall wird Angelino plötzlich von seltsamen Visionen und von noch seltsameren Anfällen von Superkräften heimgesucht. Und bald schon verfolgen ihn und seine Freunde drei Killer. Und irgendwelche Bullen. Und Außerirdische. Oder vielleicht auch sind es auch außerirdische Killer-Bullen. Die man an den „MIB“-Nummernschildern ihrer Autos erkennt. Doch auch Angelino ist nicht unbedingt ausschließlich menschlich. Und was hat eigentlich eine Gruppe von sympathischen Wrestlern mit der Geschichte zu tun?

Es ist ein hochgradig merkwürdiges Universum, das sich der französische Zeichner Guillaume „Run“ Renard für seine Comic-Serie „Mutafukaz“ ausgedacht hat, die er nun selbst in Kooperation mit der japanischen Animationsschmiede Studio 4˚C und dem Regisseur Shōjirō Nishimi auf die Leinwand gebracht hat.

Und auch wenn man sich irgendwann nicht mehr so richtig zurechtfindet, weil die Handlung eher einem schlaglichtartig hingeworfenen Comic als einer ausgefeilten Spielfilmdramaturgie folgt, ist diese totale absurde SF-Action-Geschichte um eine nicht immer stressfreie Freundschaft für Freunde des Genres vergnüglich anzusehen.

Mutafukaz F/J 2017, 94 Min., R: Shōjirō Nishimi, Guillaume „Run“ Renard, Start: 25.10.

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