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„My Beautiful Country“ im Kino

My Beautiful Country

In einem serbischen Dorf versucht im Frühjahr 1999 die junge Witwe Danica mit ihren beiden Söhnen den Kriegsalltag im Kosovo zu meistern. Der Jüngste ist seit dem Tod des Vaters verstummt, der andere wird zum Schulschwänzer. Als sich plötzlich der verwundete UCK-Soldat Ramiz in ihr Haus schleppt, entscheidet sich Danica für die Menschlichkeit. Obwohl im Dorf jeder rasch weiß, was der Nachbar tut, versteckt und pflegt sie ihn. Dann verlieben sie sich. Und einen Moment lang träumen Danica und Ramiz von einer möglichen gemeinsamen Zukunft.
Subtil erzählt die in München lebende Regisseurin Michaela Kezele in ihrem Spielfilmdebüt „My Beautiful Country“ vom Irrsinn dieses Krieges in ruhigen Bildern. Dabei streift sie auch das Problem uranverseuchter Munition, die die Nato bei ihren Flugangriffen im Frühling 1999 verwandte. Ihr tragischer Liebesfilm besticht durch ausgesuchte Protagonisten und einen sensiblen Blick auf die Nebenkriegsschauplätze innerhalb dörflicher Strukturen. Denn sie tragen ebenfalls dazu bei, dass Versöhnung in dieser Region auch morgen noch Wunschdenken bleibt.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Movienet Film GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „My Beautiful Country“ im Kino in Berlin

My Beautiful Country – Die Brücke am Ibar, ?Deutschland 2012; Regie: Michaela Kezele; Darsteller: Zrinka Cvitesic (Danica), Misel Maticevic (Ramiz), Andrija Nikcevic (Vlado); 91 Minuten; FSK 12

Kinostart: 12. Dezember

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