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„My Bloody Valentine“ in 3D im Kino

Wurde der 3D-Film für die Spitzhacke erfunden? Jedenfalls spielt dieses Arbeitsinstrument als Mordwaffe eine tragende Rolle im Remake des gleichnamigen Low-Budget-Slashers aus dem Jahre 1981. Die 3D-Effekte mögen konventionell sein, aber sie bieten genau das, was Horrorfans begeistert. „My Bloody Valentine“ von Patrick Lussier (lange Jahre Cutter bei Horrorfilm-Ikone Wes Craven) hat jedoch auch andere Züge: Eine fast dokumentarische Nüchternheit herrscht, wenn die Bewohner der Kleinstadt Harmony mit der bevorstehenden Schließung der Mine konfrontiert werden. Und auf der anderen Seite gibt es Momente purer Exploitation; etwa wenn eine nackte Frau minutenlang durchs Bild rennt.
Einen Sinn für Ironie kann man Regisseur Patrick Lussier jedenfalls nicht absprechen. Mit einer raffinierten Inszenierung täuscht er die Zuschauer darüber, wer sich zehn Jahre nach einem grauenvollen Massaker erneut durch die Kleinstadtbevölkerung metzelt: Ist es Sarahs Ehemann oder aber ihr eins­tiger Freund, mit dessen Rück­kehr nach Harmony die Mordserie beginnt?

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „My Bloody Valentine 3D“ im Kino in Berlin

My Bloody Valentine 3D, USA 2009; Regie: Patrick Lussier; Darsteller: Jensen Ackles (Tom), Jaime King (Sarah ); Farbe, 101 Minuten

3D-Vorführungen nur in Kinos mit 3D-Ausstattung

Kinostart: 20. Mai

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