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Naomi Watts und Robin Wright glänzen in „Tage am Strand“

Tage_am_Strand_c_2013ConcordeFilmverleihGmbHMan sieht zwei durchtrainierte junge Surfer unter gleißender Sonne, dann zwei attraktive Blondinen, die diese vom Strand aus beobachten. „Wie junge Götter“, sagt die eine. „Ja, das haben wir gut hingekriegt“, antwortet die andere. Naomi Watts und Robin Wright spielen die Mütter als jugendliche Enddreißigerinnen, mädchenhaft und souverän zugleich, umweht von einer eleganten Jil-Sander-Lässigkeit. Man ist verschämt, entspannt sich, flirtet, lacht.

Aber ist Liebe wirklich nichts anderes als der Leitindex auf dem Handelsplatz der Körperschönheit und Fruchtbarkeit? Nein, sagt der Film, nein, sie ist ein Ereignis zwischen zwei Menschen, die Geschlecht haben, sicher, ein Alter auch, aber noch soviel anderes, das sie erst einmal trennt. „Tage am Strand“ ist geprägt von einer geheimnislosen Sachlichkeit der schönen Oberflächen, dem klaren australischen Licht, den gebräunten Körpern und den Architektenhäusern an der Küste. Daraus entsteht das Paradox eines nüchternen Melodrams, das Verhaltensstereotypen und familiäre Normen hinterfragt.

Text: Stella Donata Haag

Foto: 2013 Concorde Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Tage am Strand“ im Kino in Berlin

Adore Frankreich/Australien 2013; Regie: Anne Fontaine; Darsteller: Naomi Watts (Lil), Robin Wright (Roz), Xavier Samuel (Ian); 112 Minuten; FSK 12

Kinostart: 28. November

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