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„Need For Speed“ im Kino

Need For Speed

Die Fetischisierung schicker oder PS-starker Autos hat Tradition in den USA, und Filme mit illegalen Straßenrennen ließen seit den 1950er Jahren („Rebel Witout a Cause“) bis in die heutige Zeit („The Fast and the Furious“, Teil 1-6) die Kinokassen klingeln. Mit der Leinwand-Adaption des Videospiels „Need For Speed“ wird nun versucht, an den Erfolg der  Box-Office-Hitserie anzuknüpfen. Originell wirkt das nicht, die rudimentäre Handlung kommt nie auf Touren, immerhin sind die Wettfahrten streckenweise mitreißend in Szene gesetzt. Die Art, wie ein Streifenwagen der Polizei brachial matt gestellt wird, kennt man aus George Lucas‘ „American Graffiti“ mit Wolfman Jack, an dessen Rolle Michael Keatons überdrehte Auftritte als Spiritus Rector und Kommentator der Rennen hier erinnern. Trotz des verbrannten Reifengummis und hochoktanigem Treibstoff wirkt der Film steril, es kommt keine Stimmung auf wie einst bei „Two Lane Blacktop“, dem „Asphaltrennen“ (dt. Verleihtitel) von Monte Hellman, wo ebenfalls coole Burschen aus der Arbeiterklasse gegen einen arroganten Aufschneider antraten.

Text: Ralph Umard

Foto: 2014 Constantin Film Verleih GmbH

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Need For Speed“ im Kino in Berlin

Need for Speed, USA 2014; Regie: Scott Waugh; Darsteller: Aaron Paul (Tobey Marshall), Dominic Cooper (Dino Brewster), Imogen Poots (Julia); 130 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 20. März

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