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Neonazis beschimpfen „Inglourious Basterds“

Eigentlich ist es ja keine Überraschung, dass rechtsradikale Dumpfbacken wenig Gefallen am neuen Tarantino-Film „Ingourious Basterds“ finden würden. Die Heftigkeit jedoch, mit der deutsche Neonazis in einschlägigen Foren auf den Film reagierten, erschreckt dann doch. „Entartete Kunst“ ist da noch der harmloseste Begriff, der fällt. Til Schweiger und Diane Kruger werden als „undeutscher Abschaum“ beschimpft und die Schar von Nazi-Jägern um Brad Pitt, die dem Film seinen Namen gibt, wäre nichts weiter als eine „entmenschte Horde“, die in Wahrheit gegen die tapfere „Großvatergeneration“, die „heldenhaft bis zur letzten Patrone gekämpft“ habe, keine Chance gehabt hätte.
Nun gut, Dumpfbacke bleibt eben Dumpfbacke und als solche ist es eben schwer, diffizile und komplexe Zusammenhänge zu verstehen.
Für Quentin Tarantino zeichnet sich damit neben dem finanziellen Erfolg gleich noch ein weiterer ab: Nachdem in den Hetz-Communities zum Boykott des Films aufgerufen wurde, kann man sich zumindest während der 152 Minuten im Kino sicher sein, sich in nazifreier Gesellschaft zu befinden. Und das ist doch auch schon was.

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