Game-Thriller

„Nerve“ im Kino

Spannung und Botschaft: „Nerve“ ist ein lebensgefährliches Computerspiel

Foto: Studiocanal/ Nico avernise

An nur einer Hand von einem Baukran hängen. Mit verbundenen Augen auf dem Motorrad durch Manhattan rasen. Über eine wackelige Leiter zwischen zwei Wolkenkratzern über den Abgrund balancieren. Das sind die Mutproben, die man als Player bei dem illegalen Online-Game „Nerve“ in der realen Welt der Straßen Manhattans bestehen muss, um Anerkennung und virtuelles Geld vom Zuschauer (dem Watcher) zu erhalten. Sicher ist es begrüßenswert, wenn die Kids mal den Computer verlassen. Aber die Herausforderungen, die „Nerve“ an die scheue Vee (Emma Roberts) und ihre hippen New Yorker Freundinnen stellt, gehen eindeutig zu weit. Das findet auch Vees überforderte Mutter, herrlich überdreht von Juliette Lewis dargestellt. Vees nerdiger Freund Tommy (Miles Heizer) macht sich mit seinen Hacker-Freunden auf, das Spiel direkt im virtuellen Raum zu bekämpfen.
„Nerve“ ist ein visuell peppiger kleiner Thriller, unterlegt mit Elektrobeats, überraschend frei von Zynismus und sogar mit einer pädagogischen Botschaft: Auch wenn du dich nur als Watcher ­registrierst, bist du doch mitschuldig. Ein fast rührendes Lehrstück über Verantwortung in der Internetcommunity.

Nerve USA 2016, 97 Min., R: Henry Joost, D: Emma Roberts, Dave Franco, Start: 8.9.

Bewertungspunkte2

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