Kino & Stream

Neu im Kino: Horsemen

Als rastloser Drogentrip und räudiger Rausch mit über 5000 schwindelerregenden Schnitten: So raste 2002 das Kinodebüt „Spun“ des schwedischen (Videoclip-)Regisseurs Jonas Еkerlund über die Leinwände. Geschlagene sieben Jahre später ist von dieser Bildwildheit und visuellen Experimentierfreudigkeit in seinem zweiten Spielfilm „Horsemen“ aber kaum noch etwas zu sehen. Stattdessen ist der von Blockbuster-Spezi Jerry Bruckheimer produzierte Thriller trotz eines atmosphärischen Starts eher genregewöhnlich inszeniert und entpuppt sich zudem schnell als ein weiteres mattes Abziehbild von David Finchers „Sieben“. Wieder einmal betreibt ein Killer blutiges Kreativmorden für Fortgeschrittene. Und wieder geschieht das nach biblischen Motiven – nur, dass statt der sieben Todsünden dieses Mal die vier Reiter der Apokalypse aus der Offenbarung des Johannes den Un­terbau liefern. Dennis Quaid geht dabei als etwas hilflos hart gekochter Cop auf Spurensuche. Allerdings krankt „Horsemen“ derweil nicht nur an seinen holzschnittartigen Figuren und miserablen Dialogen, sondern gibt sich mit einem finalen Hilfeschrei vernachlässigter Kinder auch endgültig der Lächerlichkeit preis.

Text: Sascha Rettig

tip-Bewertung: Uninteressant

Horsemen USA 2009; Regie: Jonas Еkerlund; Darsteller: Dennis Quaid (Aidan Breslin), Zhang Ziyi (Kristen), Lou Taylor Pucci (Alex Breslin); Farbe, 90 Minuten

Kinostart: 27. August

Mehr über Cookies erfahren