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Im Kino: „Nix wie weg – vom Planeten Erde“

Wer sich an mangelnder Originalität der Figurenzeichnung nicht stört, kann sich leidlich amüsieren in diesem Computeranimationsfilm, der auf manchmal recht witzige Weise die sonst gängigen Verhältnisse zwischen Aliens und Menschen umkehrt: Denn in der Area 51, jenem geheimnisumwitterten Sperrgelände in der Wüste von Nevada, wo Verschwörungstheoretiker von jeher den Landeplatz der Außerirdischen vermuten, sitzt ein furchtbarer menschlicher Fiesling, der dort Aliens einkerkert und sich mithilfe ihrer überlegenen Technologie zum Herrscher des Universums aufschwingen will. Was auch sonst!
Mittendrin in diesem Schlamassel stecken die zerstrittenen Alien-Brüder Scorch und Gary Supernova – der eine ein hirnloser Superheld, der andere ein ängstlicher Computernerd –, die sich wieder zusammenraufen müssen, um dem Unhold Einhalt zu gebieten. Die damit einhergehende penetrante Propagierung von Familienwerten kommt mit der Zeit allerdings derart heftig daher, dass sich der Humor dagegen nur noch schwer behaupten kann.

Text: Lars Penning

Foto: 2014 Sony Pictures Releasing GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Nix wie weg – vom Planeten Erde“ im Kino in Berlin

Nix wie weg – vom Planeten Erde (Escape From Planet Earth), USA/Kanada 2013; Regie: Cal Brunker; Stimmen OF: Brendan Fraser (Scorch Supernova), Rob Corddry (Gary Supernova), Sarah Jessica Parker (Kira Supernova); 89 Minuten; FSK 0; Kinostart: 29. Mai

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