Dokumentarfilm

„Nicht ohne uns“ im Kino

Dass Kinder die Zukunft unserer Welt sind, ist so banal wie wahr. Wer sonst?

Foto: Farbfilm Verleih

Auch, dass Kinder eine große Einsichtsfähigkeit besitzen, ist nicht neu. Im Wesentlichen unterscheiden sich ihre Ängste und Wünsche nicht sonderlich von denen der Erwachsenen. Sie fürchten Kriege, Kriminalität und Umweltverschmutzung, wünschen sich Liebe und Geborgenheit bei Eltern und Freunden, wollen etwas lernen und suchen eine Aufgabe im Leben. Wenn also alle nur das Beste wollen, warum ist die Welt dann in dem bescheidenen Zustand, in dem sie ist? Das wäre doch einmal eine Aufgabe für einen Dokumentarfilm, herauszufinden, wann und warum all die Hoffnungen, Vorsätze und Pläne den Bach heruntergehen und wir uns den Zwängen von Ökonomie und Politik mehr oder minder bereitwillig beugen.

Sigrid Klausmanns Dokumentation „Nicht ohne uns“, in der sie 16 Kinder aus verschiedenen Ländern und Regionen des Globus porträtiert und zu Wort kommen lässt, gibt da nur ansatzweise eine Antwort, insbesondere, wenn sie die drastisch unterschiedlichen Ausgangsbedingungen kontrastiert, mit denen die Kinder in ihr Leben starten. Der Film gibt ihnen eine Stimme, vor allem auch jenen, um die sich sonst niemand so recht kümmert. Zugleich aber ist der Erkenntniswert nicht sonderlich groß, allenfalls erinnert uns die sympathische Doku letztlich an eines: So sehr sich Kulturen und Traditionen im Detail unterscheiden mögen – im Kern sind wir doch alle gleich.

Nicht ohne uns! D 2016, 87 Min., R: Sigrid Klausmann, Start: 19.1.

Bewertungspunkte3

Mehr über Cookies erfahren