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Nightmare Detective

Eine Selbstmordserie alarmiert die Polizei in Tokio: Die Opfer töteten sich, indem sie sich mit scharfen Gegenständen selber verstümmelten – im Schlaf. Und alle wählten vorher auf ihrem Handy eine bestimmte Nummer. Polizistin Keiko (Popsängerin Hitomi in ihrem Leinwanddebüt) wendet sich an Kagenuma, den Nightmare Detective, der die Gabe hat, in die Träume der Menschen eindringen zu können. Für ihn ist dies allerdings eher ein Problem.

Regisseur Shinya Tsukamoto („Marebito“, „A Snake of June“), der hier auch selbst den Killer spielt, erzählt in düsteren Bildern seine Geschichte, in der zelebrierte Langsamkeit mit graphisch gezeigten Morden wechselt. Gewissermaßen eine intellektuelle Variante des „Nightmare on Elm Street“-Motivs um das Ineinanderfließen von Traum und Realität. Wer allerdings etwas so Bahnbrechendes erwartet wie es Tsukamoto einst mit „Tetsuo“ abgeliefert hat, wird enttäuscht sein.

Text: Frank Arnold

Akumu tantei Japan 2006; Regie: Shinya Tsukamoto; Darsteller: Hitomi, Ryuhei Matsuda, Shinya Tsukamoto; 102 Minuten + Extras: drei Dokus (33 Minuten) und Interview mit Tsukamoto (25 Minuten); erschienen bei Sunfilm

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