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„Nightmare On Elm Street“ im Kino

Freddy Krueger, der lavagesichtige Killer mit der Todeskralle, erschien erstmals 1984 auf der Bildfläche und quälte US-Teenager (unter ihnen Johnny Depp) in mörderischen Träumen. Vom Autor und Regisseur Wes Craven versiert inszeniert, war „A Nightmare on Elm Street“ ein originelles Werk. Freddy wurde zur Kultfigur, der 4. Teil markierte den Höhepunkt der „Nightmare“-Serie, ein traumhaft gefilmtes Pop-Märchen mit inhaltlichem Tiefgang. Als Teenie-Schreck Freddy besaß Robert Englund Charisma und tiefschwarzen Humor. Beides geht Jackie Earle Haley in einer überflüssigen Neuverfilmung des 84er Kinohits völlig ab, er verkörpert den Traumdämon lediglich als rachsüchtigen Sadisten mit fratzenhafter Visage. Reihenweise erschreckt und schlachtet er die Jugendlichen nach dem immer gleichen Muster; einfallslos auch die konventionelle, bereits aus unzähligen Horrorfilmen bekannte Dramaturgie der Schockeffekte. Erst gegen Ende kommt der Film etwas in Fahrt. Quälender noch als Freddys Sadismus sind die grottenschlechten, oft peinlich komischen Dialoge und das – mit Ausnahme von Rooney Mara – unbeholfene Spiel der Jungmimen.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „A Nightmare On Elm Street“ im Kino in Berlin

A Nightmare on Elm Street, USA 2010; Regie: Samuel Bayer; Darsteller: Jackie Earle Haley (Freddy Krueger), Kyle Gallner  (Quentin Smith), Rooney Mara  (Nancy Holbrook); Farbe, 95 Minuten

Kinostart: 20. Mai

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