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Nur milde apokalyptisch: „Carriers“ im Kino

Schließlich entwirft der Viral­horror von Alex und David Pastor eine Endzeitvision mit hochansteckender Bedrohung. Das Virus begnügt sich hier, anders als zuletzt in „28 Days Later„, damit, in Hochgeschwindigkeit die Menschheit zu dezimieren und vorerst nur ein paar Menschen überleben zu lassen.
Carriers“ folgt einer kleinen Gruppe dieses kümmerlichen Res­tes, der sich erwartungsgemäß auf dem Weg zum erhofften Rettungsrefugium kontinuierlich dezimiert. Das Todesviren-Subgenre erfinden die Pastor-Brüder damit keinesfalls neu, verschieben aber den Schwerpunkt: Ihr Film, verortet zwischen Drama, Thriller und Horror, konzentriert sich auf die Dynamik der Überlebendengruppe und auf die Versuche, einer Ansteckung zu entkommen – mit zurückhaltend dosierten Schock- und Gore-Momenten. Anders als etwa das drastische „28 Days Later“ schafft „Carriers“ es aber in keiner Minute, wirkliche Beunruhigung zu erzeugen.

Text: Sascha Rettig

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Carriers“ im Kino in Berlin

Carriers, USA 2009; Regie: Alex und David Pastor; Darsteller: Piper Perabo (Bobby), Chris Pine (Ryan), Lou Taylor Pucci (Danny); Farbe, 90 Minuten

Kinostart: 1. Oktober

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