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Hackerfilm

„Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“ im Kino

Wenn die digitale und die echte Welt kollidieren

Foto: Little Dream Entertainment

Wenn der 17-jährige Jan (Moritz Jahn) nicht gerade in der Schule ist und von den „Coolen Kids“ gehänselt wird, hängt er vor einem Online-Fantasy-Game namens „Schlacht um Utgard“. Doch dann wird er seines größten Schatzes beraubt: seiner digitalen Identität. Jan wird von einem Spieler gehackt und muss sich nun in der realen Welt in eine Schlacht begeben. Denn das Gamer-Tunier „Ragnarök“ steht kurz bevor. Auf seiner turbulenten Reise trifft er Karo (Mala Emde), die er bereits aus dem Spiel kennt. Niemals hätte er gedacht, dass sich hinter dem Kriegercharakter ein hübsches Mädchen versteckt. Zusammen machen sie sich auf die Jagd nach dem Online-Dieb.

Drehbuchautor und Regisseur Florian Schnell nutzt zur Verdeutlichung der Thematik digitale Effekte aus der Gaming-Welt, etwa durch das Anzeigen des Energielevels der Protagonisten – und wenn die Charaktere spielen, ist der Zuschauer live dabei.

Der angestrengte Versuch mit dem pädagogischen Zeigefinger auf die Internetnutzung von Jugendlichen zu zeigen. Die Charaktere entsprechen ihren Klischees: ein schlaksiger, unbeliebter Nerd und ein wildes Mädchen, dass seine Welt auf den Kopf stellt – denn so etwas geht ja nur im realen Leben. Gaming-Fans sind von diesem Film unterfordert und Außenstehende durch die vielen Spielepisoden allenfalls irritiert. Ein geeigneter Film für einen „Gefahr im Netz“-Thementag in der Schule. Marinka Schulz

Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel D 2016, 96 Min., R: Florian Schnell, D: Moritz Jahn, Mala Emde

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