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„Offroad“ im Kino

Offroad

Die Rolle des latent aufmüpfigen Mädchens von nebenan ist Nora Tschirner ähnlich zur zweiten Haut geworden wie der Typus „knuffiges Weichei“ für Matthias Schweighöfer. An der Festlegung wird auch Elmar Fischers zweiter Kinofilm wenig ändern. Nach seinem nachdenklichen Erstling „Fremder Freund“ von 2003 möchte er sich diesmal als Komödien-Mann nach Art Til Schweigers empfehlen.
In „Offroad“ gibt also Tschirner die handfeste Provinzblume Meike, die anfangs eher lustlos im väterlichen Betrieb für Rasenmäherzubehör zugange ist. Eine In-flagranti-Situation des netten Verlobten dient ihr als willkommener Anlass, der öden Kleinstadtidylle zu entfliehen. Die Richtung weist naturgemäß nach Berlin, als Transportmittel dient ein gebrauchter Jeep – samt unwissentlich mitgeführter Großladung Koks im Kofferraum. Elyas M’Barek als Zufallsmitfahrer wird unterwegs zum charmanten Drogenberater und addiert die romantische Note. Das wirkt zwar nicht allzu originell, doch immerhin stimmt die Chemie zwischen dem Titelpaar. Wer sich überdies noch nicht sattgesehen hat an Tschirners Paraderolle, bekommt hier einen dicken Nachschlag.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Paramount Pictures Germany

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Offroad“ im Kino in Berlin

Offroad, Deutschland 2011; Regie: Elmar Fischer; Darsteller: Nora Tschirner (Meike Pelzer), Elyas M’Barek (Salim), Max von Pufendorf (Philip); 98 Minuten; FSK 12

Kinostart: 12. Januar

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