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„Olafur Eliasson – Space Is Process“ im Kino

Olafur_EliassonMan würde sich vieles wünschen von einem Film über den in Berlin lebenden Starkünstler Olafur Eliasson. Dass man seiner Person näherkommt. Etwas darüber erfährt, wie er es schafft, seine teuren Großprojekte umzusetzen. Den Druck aushält, immer wieder beweisen zu müssen, einer der weltberühmtesten Gegenwartskünstler zu sein. Doch nichts davon kann die Dokumentation „Olafur Eliasson – Space is Process“ einlösen.

Eliasson ist äußerst medienscheu und wirkt in der Öffentlichkeit immer gleich: sehr freundlich, aber extrem verschlossen. Über seine Kunst, die er seit Jahren mit einem theoretischen Überbau zum Zusammenhang von Raum und Zeit versieht, redet er oft in ähnlichen Sätzen. Und dazu gibt ihm der Film reichlich Gelegenheit, denn da spricht nur einer: Eliasson. Keine einordnende Stimme aus dem Off, weder Freunde noch Kritiker kommen zu Wort. Man soll allein dem Künstler folgen. Und der tut nur so, als ließe er Fremde in seinen Kosmos hinein, verschanzt sich aber hinter dem freundlichen Gesicht. Und da sich der Film hauptsächlich darum dreht, ob es Eliasson gelingen wird, in New York sein Werk aus vier Wasserfällen zu installieren – was bereits im Sommer 2008 vollendet wurde – ist in dem Film auch beim Faktenwissen wenig zu holen.

Text: Stefanie Dörre

tip-Bewertung: Uninteressant 

Orte und Zeiten: „Olafur Eliasson – Space Is Process“ im Kino in Berlin

Olafur Eliasson – Space Is ProcessDeutschland/Dänemark 2010; Regie: Henrik Lundш, Jacob ­Jшrgensen; 77 Minuten; FSK 0

Kinostart: 19. Mai

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