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„Oskar und die Dame in Rosa“ im Kino

OskarUndDieDameInRosaDie Erwachsenen sind keine Hilfe für den todkranken Oskar. Nur Rosa, die Inhaberin des „Pinky Pizzas“-Lieferservices, die gar nicht so tough ist, wie sie tut, gewinnt sein Vertrauen. Sie ermuntert ihn, Briefe an Gott zu schreiben und fortan jeden Tag so zu leben, als wären es zehn Jahre. Der diesem Film zugrunde liegende Bestseller von Eric-Emmanuel Schmitt ist ein unauffälliges kleines Buch von kaum mehr als 100 Seiten. Zwölf Briefe an Gott, geschrieben aus der Perspektive eines leukämiekranken Jungen, haben mehrere Millionen Leser tief bewegt.

Nun hat der Autor sein Buch selbst verfilmt, und der unsentimentale Lebensmut sowie die verschmitzte Weisheit, die sich in der erheiternden und berührenden Zwiesprache Oskars mit Gott entspinnt, findet sich im Film durchaus wieder. Wie ein kleiner Mönch, ein zeitloses Kind in einer märchenhaft surreal eingefärbten Krankenhauswelt mutet die schmale, glatzköpfige Kindergestalt an. Auf der anderen Seite nehmen die burlesk bunten bis grellen Geschichten Rosas so viel Raum ein, dass man sich die magische Schlichtheit des Buches zurück wünscht.

Text: Iris Depping

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Oskar und die Dame in Rosa“ im Kino in Berlin

Oscar et la dame rose Frankreich/Belgien 2009; Regie: Eric-Emmanuel Schmitt; Darsteller: Amir (Oscar), Michиle Laroque (Rose), Max von Sydow (Dr. Düsseldorf); 104 Minuten

Kinostart: 7. Oktober

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