Komödie

„Ostfriesisch für Anfänger“ im Kino

Viel Plattdütsch mit Hallervorden und Co.

Foto: Universum

Dieter Hallervordens späte Kino-Karriere: Für „Sein letztes Rennen“ von 2013 gab es den Deutschen Filmpreis; „Honig im Kopf“ (2014) zog über sieben Millionen Zuschauer an, ein US-Remake mit Michael Douglas („Head Full of Honey“) ist angekündigt. Beide Filme leben maßgeblich von Hallervordens so rührendem wie verschrobenem Spiel. Ähnliches lässt sich nun auch hier sagen, über einen Film allerdings, der ohne die Präsenz und spezielle Komik des 81-Jährigen kaum ­erwähnenswert wäre.
Uwe Hinrichs ist ein Nörgler und Einsiedler, der von der Welt ­außerhalb Ostfrieslands nichts wissen möchte. An seiner Tankstelle gibt es montäglich „fangfrische Krabben“, regelmäßig sitzt Uwe mit einem Bier am Grab seiner dahingeschiedenen Elfriede. Dass ausgerechnet er dazu verdonnert wird, einer Gruppe von Migranten Deutsch beizubringen, sorgt zwar für ein paar hübsche Momente, richtig viele Funken aber kann diese Mischung aus Culture-Clash- und Mundart-­Komödie aus dem skurrilen Zusammentreffen nicht schlagen. Bleibt Hallervordens sympathische, wenn auch nicht so bewegende Interpretation.

Ostfriesisch für Anfänger D 2016, 90 Min., R: Gregory Kirchhoff, D: Dieter Hallervorden, Holger Stockhaus, Start: 27.10.

Bewertungspunkte3

Mehr über Cookies erfahren