Horrorfilm

„Ouija 2: Ursprung des Bösen“ im Kino

Kleine Mädchen, die in anatomisch unmöglichen Haltungen die Wände hochgehen und mit verzerrten Stimmen Flüche ausstoßen, bevölkern seit „Der Exorzist“ diverse Gruselfilme.

Ouija 2: Ursprung des BösenUSA 2016 Regie: Mike Flanagan
Foto: UPI

Das Harmlose, das sich in sein Gegenteil verkehrt, die vermeintliche Unschuld, die hinter ihrem niedlichen Antlitz das Böse verbirgt, produziert den größtmöglichen Horror.
Auf diese Gleichung setzt auch „Ouija 2 – Ursprung des Bösen“, der mit neuem Setting und neuen Figuren aufwartet, ansonsten aber die Thematik des Vorgängers wiederholt. Alice lebt mit ihren beiden Töchtern im Los Angeles der 60er-Jahre. Ihr Mann ist vor kurzem gestorben, die Restfamilie verdingt sich mit vermeintlicher Geisterbeschwörung. Den Nachbarn wird vorgegaukelt, sie könnten zu ihrer toten Verwandtschaft Kontakt aufnehmen.
Irgendwann findet die jüngere Tochter Doris im Keller ein Ouija-Brett, spielt damit und entfaltet ihr spiritistisches Potential. Mutter Alice und Schwester Paulina staunen nicht schlecht, als Doris Kontakt zu ihrem Vater aufnimmt und sich als waschechtes Medium erweist. Bald jedoch lassen sich die gerufenen Geister nicht mehr einfangen, ein besonders fieses Exemplar nistet sich im Körper der kleinen Doris ein.
Der Film setzt auf einen mattfarbenden Retro-Look, um das besessene Mädchen in Szene zu setzten. Die ästhetische und narrative Exorzisten-Referenz kann aber an keiner Stelle über die einfallslose Story und die blassen Charaktere hinwegtäuschen. So bleibt „Quija 2“ trotz kurzweiliger Schockmomente ein lauer Spuk ohne Nachwirkung.

Ouija: Origin of Evil (OT) USA 2016; 94 Min., R: Mike Flanagan, D: Elisabeth Reaser, Annalise Basso, Lulu Wilson, Start: 20.10.

Bewertungspunkte5

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