Actionfilm

„Overdrive“ im Kino

Für irrwitzige 41 Millionen Euro hat Gangsterboss Jacomo Morier einen Bugatti von 1937 ersteigert. Verständlich, dass der Autonarr nicht gewillt ist, sich seine Neuerwerbung gleich wieder entwenden zu lassen

Foto: Universum Film

Als die aufs Beschaffen solch exklusiver Sammlerstücke spezialisierten Brüder Andrew und Garrett Foster mit der geklauten Karre dann bei ihrem Auftraggeber auftauchen, sind im Nu auch Moriers Leute zur Stelle. Und die Fosterbrüder bleiben nur deshalb am Leben, weil sie den beklauten Unterweltler damit ködern, man könne ihm doch zur Wiedergutmachung das Glanzstück aus der Raritätensammlung seines Erzfeindes Max Klemp organisieren. Um den Druck zu erhöhen, billigt Morier den Brüdern nur eine Woche Vorbereitungszeit zu: Im Grunde viel zu wenig, um ein Team zusammenzustellen, die Sicherheitsmaßnahmen rund um Klemps seltene Ferrari-Sammlung abzuklären und den Job auszuführen – aber was soll´s.

Actionregisseur Antonio Negret („Transit“) bringt immer neue Plot-Wendungen ins Spiel. Zu dumm nur, dass der Regie sämtliche Personen völlig gleichgültig sind. Ins Zentrum des Geschehens platziert Negret fortwährend Autoklassiker, die mitunter sogar mit Baujahr, Motorleistung und Seltenheitswert benannt werden. Doch selbst in Verbindung mit teils packend choreografierten Verfolgungsjagden vor der pittoresken Kulisse der französischen Côte d´Azur erlahmt unser Interesse an „Overdrive“ zusehends. Horst E. Wegener

Overdrive F 2017, 99 Min., R: Antonio Negret, D: Scott Eastwood, Freddie Thorp, Clemens Schick, Ana de Armas, Gaia Weiss, Simon Abkarian, Start: 29.6.

 

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