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„Parada“ im Kino International

Parada

Schon auf der Berlinale lief die serbische Schwulen-Komödie „Parada“ mit großem Erfolg. In der Kategorie „Bester Spielfilm“ konnte der Film von Regisseur Srdjan Dragovic den Panorama Publikumspreis gewinnen, der alljährlich auf dem Festival gemeinsam von der Berlinale, Radioeins und dem tip-Stadtmagazin vergeben wird. Auch beim Leserpreis „ELSE“ des schwul-lesbischen Stadtmagazins „siegessäule“ hatte „Parada“ am Ende die Nase vorn. Die entsprechende Auszeichung und das Preisgeld von 1.000 Euro wurden im Rahmen der Berlinale auf der Teddy-Gala verliehen.
Alle, die „Parada“ bei der Berlinale verpasst haben, haben nun am Montag (27.2) die Möglichkeit den Film im Rahmen der Reihe „Mongay“ im Kino International zu sehen. „Parada“ erzählt die Geschichte einer Handvoll schwul-lesbischer Aktivisten, die in der serbischen Hauptstadt Belgrad eine „Pride“-Parade organisieren wollen. Polizeischutz erhalten die Veranstalter jedoch nur, wenn sie auch eine eigene Security aufweisen können und so geraten sie auf der Suche nach einer geeigneten Sicherheitsfirma an den Ex-Söldner und Nationalisten Lemon. Dieser hat das Pech, dass der Organisator der „Pride“-Parade ausgerechnet sein eigener Hochzeitsmanager ist und die Verlobte mit der Absage der Feierlichkeiten droht, wenn er den Aktivisten die Hilfe verweigert.
Auf witzig, charmante und vor allem intelligente Weise stößt der Filme auf die Probleme von Lesben und Schwulen in einem Land, das sich vom Bürgerkrieg vor zehn Jahren noch immer nicht vollständig erholt hat.

Foto: Vukasin Veljic

Parada, Serbien/Deutschland/Ungarn/Slowenien/Kroatien 2011; Regie: Srdjan Dragojevic, Kino International, Mo 27.2., 22.00 Uhr, Original mit englischen Untertiteln

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