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„Parked – Gestrandet“ im Kino

Parked - Gestrandet

Zwei Männer hängen auf einem Parkplatz fest, direkt an der irischen See mit Blick auf Dublin. Fred, Uhrmacher, kurz vor 60, und Cathal, Junkie, noch keine 30. Jeder haust in seinem Auto und weiß nicht weiter. Fred ist von einem Job in England zurückgekehrt, doch ohne feste Adresse bekommt er keine Sozialleistungen und ohne Geld findet er keine Wohnung. Aberwitz der Bürokratie. Cathal (Teenie-Idol Colin Morgan) hingegen gibt sich von Anfang an keine Chance. Er schuldet den Falschen Geld und verdrängt seine Misere. Allmählich nähern sich Fred und Cathal an, fast könnte eine Freundschaft wachsen, in der jeder für den anderen sorgt. Zeigte sich das Leben nicht mit seiner vollen Härte. Für Regisseur Darragh Byrne ist „Parked“ der erste Spielfilm nach einigen TV-Dokus. Sein Blick auf die irische Realität kennt deren Untiefen. Mit Humor versucht er zwar ein Gegengewicht zu schaffen, doch am stärksten ist der Film, wenn er sich auf Fred konzentriert, in dessen Rolle der ehemalige „Star Trek“-Chefingenieur Colm Meaney glänzt.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Karina Finegan / Dualfilm Verleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Parked – Gestrandet“ im Kino in Berlin

Parked – Gestrandet (Parked), Irland/Finnland 2011; Regie: Darragh Byrne; Darsteller: Colm Meaney (Fred Daly), Colin Morgan (Cathal O’Regan), Milka Ahlroth (Jules); 94 Minuten; FSK 12

Kinostart: 29. November

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