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Passend zur WM: Referees at Work – Schiedsrichter im Fokus

Referees at workViele Jahre hatten Schiedsrichter im Fußball den undankbarsten Job. Sie liefen ständig hinter dem Ball her, durften ihn nie treten, und wenn sie etwas zu pfeifen hatten, riefen die Massen von den Rängen unhöfliche Dinge. Das „Schiedsrichter, Telefon!“, das fast alle Fans von früher noch im Ohr haben, hat sich inzwischen auf eine unerwartete Weise bestätigt: Die gut bezahlten Profis, die heutzutage bei wichtigen internationalen Matches im Einsatz sind, arbeiten mit Headset, sie sind mit den Kollegen verdrahtet, und manchmal gibt ihnen der vierte Offizielle an der Seitenlinie sogar einen Wetterbericht durch. All das kann man in dem Dokumentarfilm „Referees at Work“ von Jean Libon und Yves Hinant sehen , der ungewohnte Einblicke in die Tätigkeit einiger der großen Schiedsrichter des Weltfußballs gibt. Gedreht wurde vor allem am Rande der Euro 2008, wir begleiten Howard Webb (Foto) beim Kaffeeklatsch in der Wiener Innenstadt, wir sehen aber auch, wie er ein irreguläres Tor gegen Polen anerkennt, und wie diese Tatsache im internen Funkverkehr kommentiert wird. Gerade nach dem „Lampard-Tor“ aus dem aktuellen WM-Klassiker zwischen Deutschland und England ist „Referees at Work“ so etwas wie der Film der Stunde.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Sehenswert

Referees at Work. Schiedsrichter im Fokus von Jean Libon und Yves Hinant, 90 Minuten. DVD bei Edel Motion

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