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Pawel Pawlikowskis „Ida“ in der tip-Preview

Ida

Polen in den 60er-Jahren: Die junge Nonne Anna steht kurz davor, die ewigen Gelübde abzulegen. Zuvor besucht sie ihre einzige Verwandte, ihre Tante Wanda, eine zynische Staatsanwältin mit guten Beziehungen in die kommunistische Elite. Wanda klärt Anna darüber auf, dass sie eigentlich Ida heißt, aus einer jüdischen Familie stammt und dass ihre Eltern und ihr Bruder während des Krieges getötet wurden. Gemeinsam unternehmen die beiden unterschiedlichen Frauen eine Fahrt über die Dörfer, um das Grab und die Wahrheit über das Schicksal von Idas Familie zu finden. Pawel Pawlikowskis „Ida“ ist ein Versuch doppelter Vergangenheitsbewältigung: In kargem Schwarz-Weiß nähert sich der Regisseur zugleich einer klassischen Epoche des polnischen Kinos wie einer Zeit, in der Spiritualität und Modernität zusammenzupassen schienen. Wir zeigen „Ida“ (Kinostart: 10. April) am Mittwoch, den 2. April an unserem Jour fixe in den Hackeschen Höfen; Pawel Pawlikowski ist nach der Vorstellung im Kino zu Gast.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Arsenal Filmverleih

tip-Preview mit „Ida“ am Mi 2.4., 20.30 Uhr, Kino Hackesche Höfe

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