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„Percy Jackson – Diebe im Olymp“ im Kino

Pierce Brosnan als Zentaur mit Pferdehinterteil ist ein charmanter Anblick. Leider bleibt das einer der wenigen lustigen Einfälle in dieser Fantasy-Buchverfilmung, die eine Komödie sein möchte. Nicht dass es nichts zu sehen gäbe: In einem Feriencamp entdeckt der zwölfjährige Percy Jackson (Logan Lerman) seine übernatürlichen Halbgott-Fähigkeiten und erfährt, dass er der Sohn des Gottes Poseidon (Kevin McKidd) ist. Doch die Bilderflut der Abenteuer des Percy, der mit seinen Halbgott-Freunden den gestohlenen Herrscherblitz des Zeus wiederfinden muss, geht einher mit einer weltumarmenden Alphamännchen-Message, die ermüdend flach und eitel daherkommt. In Nashville, Vegas, Hollywood und New York, diesen Wahrzeichen US-amerikanischer Identität aktivieren die göttlichen Alpha-Teenies ihre mythologischen Weltretter-Tugenden und brillieren mit computeranimierter Kampfkunst gegen Unterwelt-Monster, die aussehen wie Jurassic King Kongs. Übrigens, falls es jemand noch nicht wusste: Der Eingang zum Olymp der Götter ist in New York City auf dem Dach des Empire State Building… wo auch sonst?

Text: Iris Depping

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ im Kino in Berlin

Percy Jackson – Diebe im Olymp (Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief), USA 2010; Regie: Chris Columbus; Darsteller: Uma Thurman (Medusa), Pierce Brosnan (Chiron), Kevin McKidd (Poseidon); Farbe, 119 Minuten

Kinostart: 11. Februar 2010

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