Kinderfilm

„Peter Hase“ im Kino

Als Osterhase taugt er nicht eben viel: Peter Hase ist frech, ungezogen und leidet an ziemlicher Selbstüberschatzung

Sony Pictures

Erfunden hat ihn die britische Autorin Beatrix Potter bereits 1893 in einem ein krankes Kind tröstenden Bilderbrief, den sie kurz nach der Jahrhundertwende in das auch von ihr selbst illustrierte Kinderbuch „The Tale of Peter Rabbit“ umarbeitete: eine kleine, tendenziell moralische Geschichte um das ungehorsame Kaninchen Peter, das sich trotz der eindringlichen Warnung der Mutter in einen Garten schleicht, dort an leckerem Gemüse überfrisst und den Nachstellungen des erbosten Besitzers nur knapp entkommt.

Geblieben ist von alledem in Will Glucks Mischung aus Real- und Computeranimationsfilm nur die Inspiration zu einer Art Prolog, an dessen Ende der Farmer von einem Herzanfall dahingerafft wird, und die leicht absurde Kleidung der anthropomorphen Kaninchen, mit denen die Illustratoren des 19. Jahrhunderts die Tierfiguren ihrer Fabeln gern ausstatteten.

Der eigentliche Konflikt spielt sich im Film zwischen Peter und dem Erben des Farmers ab, einem pedantischen Londoner (Domhnall Gleeson), der das Landleben hasst, sich aber zu allem Überfluss in die kaninchenfreundliche Nachbarin Bea verliebt. Ein Plot lässt sich da kaum auszumachen, vielmehr bietet die Situation Anlass für eine Vielzahl von hektischen Slapsticknummern, deren Zerstörungspotenzial sich ständig steigert und den jedes Maß verlierenden Peter nicht eben als Sympathieträger dastehen lässt. Allenfalls bedingt komisch.

Peter Hase GB/AUS/USA 2018, 95 Min., R: Will Gluck, D: Domhnall Gleeson, Rose Byrne, Sam Neill, Start: 22.3.

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