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Pferdepflüsterer-Porträt „Buck“

BuckWenn Kara Ben Nemsi seinem Rappen „Rih“ ins Ohr sagte, galoppierte der Hengst pfeilschnell durch die Wüste. Anders als Karl Mays Fantasiefigur hat „Der Pferdeflüsterer“ in Nicholas Evans’ gleichnamigem Roman ein reales Vorbild: Buck Brannaman, der bei der Verfilmung des Buches dann auch als Coach und Double für Robert Redford mitwirkte.
Aus über 300 Stunden Filmmaterial hat Cindy Meehl mit der Cutterin Toby Shimin nun das faszinierende Porträt dieses Pferdeverstehers geschaffen, das seine Methode des einfühlsamen Umgangs mit Pferden zeigt und dabei große Lust macht, selber zu reiten.
Als Kind wurde Buck vom tyrannischen Vater mit Gewalt zum Lassoartisten gedrillt. Später arbeitete er als Cowboy, ab 1983 machte er mit Selbstdisziplin, Talent und Leidenschaft Karriere als Pferdetrainer und Therapeut, der 40 Wochen pro Jahr im Wohnmobil durchs Land reist und verhaltensgestörten Rössern wie auch ihren Reitern mit Rat und Tat hilft. Buck benutzt Lassos und zwei Stäbe mit Fähnchen, um widerspenstige Tiere zu bändigen – mit Pferden geflüstert wird dabei nicht.     

Text: Ralph Umard
Foto:
NFP
tip-Bewertung:
Sehenswert

Buck im Kino in Berlin
USA 2011; Regie: Cindy Meehl;
88 Minuten; FSK k.A.;
Kinostart: 31. Mai 

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