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„Phoenix in der Asche“ im Kino

Phoenix in der Asche

„Wir verlieren nicht, uns wird in den Arsch getreten“, sagt einer der Spieler der Basketballmannschaft Phoenix Hagen. Nach dem Erstliga-Aufstieg findet sich das Team ganz schnell im Tabellenkeller wieder, und die Saison wird zum Überlebenskampf. Obwohl es alles andere als rosig lief, hat Jens Pfeifer für seine Doku „Phoenix in der Asche“ das Team nicht nur auf dem Spielfeld gefilmt. Der Filmemacher durfte den Beteiligten um Coach Ingo Freyer auch in die Kabine, bei Spielanalysen und zu Strategiebesprechungen folgen, wobei er Impressionen langer Gesichter und blanker Nerven einfängt, von Ratlosigkeiten und Auseinandersetzungen – auch um den neuen Spieler, der nicht der erhoffte Heilsbringer ist. Was für den Verein zur Nervenprobe geriet, ist für den Film ein Glücksfall, gleicht die Wirklichkeit doch einer perfekten Filmdramaturgie mit Fast-Last-Minute-Showdown. Während die dramatischen Ereignisse eingefangen werden, bekommt man einen Einblick in die mitunter schwierigen, provisorischen Spielbedingungen einer Provinzmannschaft im deutschen Profibasketball. Allerdings sind die kommentarlosen Beobachtungen recht lakonisch und genauso nüchtern wie die Atmosphäre der bespielten Mehrzweckhallen.

Text: Sascha Rettig

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Phoenix in der Asche“ im Kino in Berlin

Phoenix in der Asche, Deutschland 2011; Regie: Jens Pfeifer; 88 Minuten

Kinostart: 1. Dezember

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