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„Pina“ von Wim Wenders für den Oscar nominiert

Pina

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat die Nominierungen für die 84. Academy Awards bekannt gegeben. Überraschend führt Martin Scorseses „Hugo Cabret“ das Feld der Oscarkandidaten an mit insgesamt elf Nominierungen. Der bisher als klarer Oscarfavorit gehandelte „The Artist“ folgt jedoch dicht auf den Fersen mit zehn Nominierungen. Jeweils sechs Nominierungen gab es für die bislang bei den Preisen eher übergangenen „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ und Steven Spielbergs „Gefährten“, fünf für den Globe-Gewinner „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“.
Als bester Film wurden diesmal insgesamt neun Spielfilme nominiert: „Gefährten“, „The Artist“, „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“, „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“, „The Tree of Life“, „Midnight in Paris“, „The Help“, „Hugo Cabret“ und Stephen Daldrys „Extrem laut und unglaublich nah“. In diesem Jahr durfte die Anzahl der „Best Picture“-Kandidaten erstmals varieren, zwischden fünf und zehn Kandidaten.
Für die beste Regie wurden Michel Hazanavicius („The Artist“), Alexander Payne („The Descendants“), Martin Scorsese („Hugo Cabret“), Woody Allen („Midnight in Paris“) und Terrence Malick („The Tree of Life“) nominiert.
Als beste Hauptdarstellerin gehen ins Rennen: Meryl Streep („Die Eiserne Lady“), Michelle Williams („My Week with Marilyn“), Viola Davis („The Help“), Glenn Close („Albert Nobbs“) und Rooney Mara („Verblendung“). Bei den Hauptdarstellern wurden George Clooney („The Descendants“), Jean Dujardin („The Artist“), Brad Pitt („Moneyball“), Gary Oldman („Dame, König, As, Spion“) und Max von Sydow („Extrem laut und unglaublich nah“) nominiert.
Wim Wenders‘ „Pina“ hat eine Nominierung für den besten Dokumentarfilm erhalten. „Pina“ war als offizieller deutsche Kandidat auch auf der Shortlist für den Oscar auf den besten nicht-englischsprachigen Film. Hier gab es jetzt jedoch keine Nominierung. Mit dem von Schmidtz Katze Filmkollektiv koproduzierten „In Darkness“ von Agnieszka Holland (Polen) ist jedoch eine deutsche Koproduktin im Rennen um den Auslandsoscar. Er konkurriert mit: „Bullhead“ (Belgien), „Monsieur Lazhar“ (Kanada), „Hearat Shulayim“ (Israel) und dem u.a. schon bei den Globes prämierten „Nader und Simin – Eine Trennung“ (Iran).
Mit dem Kurzfilm „Raju“ von Max Zähle und Stefan Gieren (eine Produktion der Hamburg Media School) geht ein weiterer deutscher Kandidat ins Oscarrennen. Außerdem wurde die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl nominiert für ihre Arbeit an Roland Emmerichs „Anonymus“.
Die Oscars werden am 26. Februar im Kodak Theatre in Hollywood vergeben und live in rund 225 Länder übertragen.

Alle Oscar-Nominierungen im Überblick

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Donata Wenders

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