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„Pina“ von Wim Wenders im Kino

Pina

Die Choreografin Pina Bausch entwickelte mit ihrem Ensemble am Tanztheater Wuppertal über drei Jahrzehnte lang atemberaubende moderne Tanzstücke, die sich von den klassischen Vorlagen lösten, häufig mit stimmungsvollen Musikcollagen arbeiteten und eine eigenwillige neue Körpersprache der Sehnsuchts-, Einsamkeits- und Glücksgesten erfanden. Wim Wenders war mit Pina Bausch befreundet, er war von ihrer „Erforschung des Raums zwischen Männern und Frauen“ fasziniert. In seiner filmischen Hommage experimentiert er mit den Schauwerten des 3D-Films, um die vibrierende Körperlichkeit im Kino spürbar zu machen. Pina Bausch starb im Juni 2009 und erlebte die Dreharbeiten selbst nicht mehr. So ist Wenders‘ Film „Pina“ nicht nur eine ungewöhnliche Dokumentation der schönsten Passagen ihres Bühnenwerks, sondern auch eine in viele kraftvolle Improvisationen übertragene Elegie ihrer Ensemble-Mitglieder auf die große Choreografin. Wenders verlässt mit ihnen das Theater, inszeniert sie an markanten Industrie- und Naturschauplätzen, die sich unversehens in surreale Szenerien der menschlichen Tragikomödie verwandeln.

Text: Claudia Lenssen

Foto: Donata Wenders

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Pina“ im Kino in Berlin

Pina, Deutschland?/?Frankreich 2011; Regie: Wim Wenders; 100 Minuten; FSK 0

Kinostart: 24. Februar

Lesen Sie hier: Ein Interview mit Regisseur Wim Wenders

„Pina“ in Anwesenheit von Wim Wenders, Freilichtkino Friedrichshain, So 17.7., 21.30 Uhr

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