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„The Place Beyond the Pines“ im Kino

The Place Beyond The Pines

Ein junger Mann mit schlechten Tattoos (Ryan Gosling), der auf dem Jahrmarkt als Show-Biker arbeitet, erfährt von einer ehemaligen Geliebten, dass er Vater ist. Ungelenk und mit allen Mitteln versucht er, Frau und Kind zu unterstützen, obwohl es längst einen fürsorglichen Mann in ihrem Leben gibt. Ein Polizist aus gutem Hause (Bradley Cooper) tötet einen flüchtigen Kriminellen und wird dabei schwer verletzt. Der zunächst naive Held macht daraus bald einen Karriere-Sprung. Zwei Teenager, der eine Halbwaise aus bescheidenen Verhältnissen, der andere verzogener Politiker-Sohn, freunden sich an. Derek Cianfrances Triptychon steckt voller starker Bilder und Beobachtungen, besonders vermeintlich beiläufige Gespräche entwickeln eine faszinierende Sogwirkung. Doch „The Place Beyond the Pines“ ist auch ein überladener, überambitionierter Film: Cianfrance verhandelt in seinem dreigeteilten Film Männer-Egos und Vater-Rollen, doch sein Hang zu Symmetrie wird zur Last. Nicht jeder dramaturgische Kreis hätte hier geschlossen werden müssen.

Text: Thomas Klein

Foto: Studiocanal GmbH

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „The Place Beyond The Pines“ im Kino in Berlin

The Place Beyond The Pines, USA 2012; Regie: Derek Cianfrance; Darsteller: Ryan Gosling (Luke), Bradley Cooper (Avery Cross), Eva Mendes (Romina); 140 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 13. Juni

Lesen Sie hier: Ein Interview mit Regisseur Derek Cianfrance

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