Science Fiction

„Planet der Affen: Survival“ im Kino

In dem Reboot „Planet der Affen: Prevolution“ (2011) verabreicht ein Wissenschaftler dem Labor­affen Caesar ein potenzielles Heilmittel gegen Alzheimer

20th Century Fox

Der daraufhin hyperintelligente Schimpanse zettelt einen Aufstand gegen seinen Unterdrücker, den Menschen, an. Bald danach bricht die „Affen-Grippe“ aus und infiziert einen Großteil der Menschheit. In der Fortsetzung „Planet der Affen: Revolution“ (2014) probt Caesar den Umsturz der Menschenherrschaft. Im nun abschließenden Kapitel „Planet der Affen: Survival“ schlägt der Mensch zurück. Eine brutale Menschenarmee unter der Leitung eines fanatischen Colonels (Woody Harrelson) erklärt Caesar (per Motion Capture dargestellt von Andy Serkis) und seiner Affengemeinde den Krieg. Wenn nur ein Affe überlebt, wird die Menschheit untergehen.
Der Film beschreibt den Leidensweg des eigentlich so friedlichen Affenvolkes, der sein Finale mit dem Ausbruch aus einem bitterkalten Arbeitslager findet. Das Mitgefühl des Zuschauers liegen bei den tricktechnisch toll umgesetzten Affen. Von dem immer auch erlösend vergnüglichen Camp-Appeal der Affenmasken in den alten fünf Original-Filmen (1968-1973) ist hier nichts mehr zu spüren. „War for the Planet of the Apes“ (so der Original­titel in Anlehnung an den fünften Originalfilm „Battle for the Planet of the Apes“) hat nichts mit hirn­losem Popcorn-Kino zu tun. Er ist ein todernster, mit überdeutlicher Zivilisationskritik aufgeladener, bitterer Kriegsfilm. Ein moralisches Lehrstück von erschreckender Relevanz, pfiffig getarnt als Blockbuster. Nach dem Film schämt man sich, ein Mensch zu sein.

War for the Planet of the Apes (OT) USA 2017, 140 Min., D: Andy Serkis, Woody Harrelson, Steve Zahn, Amiah Miller, Start: 3.8.

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