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„Posession – Das Dunkle in Dir“ im Kino

Posession - Das Dunkle in Dir

Das Böse haust diesmal in einer kunstvoll verzierten Holzbox, billig erstanden bei einem Vorgartenverkauf. Für die zehnjährige Em wird sie eine Schatzkiste, die sie hütet. Jeder Versuch eines anderen, sie ihr wegzunehmen, sie zu öffnen oder manchmal auch nur, ihr nahe zu kommen, wird sofort bestraft. Schließlich werden die geheimnisvollen Schriftzeichen auf der Box als hebräisch identifiziert und der Dämon als Dybbuk geoutet. Entsprechend bedarf es auch eines Rabbis, um ihn auszutreiben. Vier Jahrzehnte nach William Friedkins bahnbrechendem „Der Exorzist“ funktionieren Filme um Besessenheit immer noch nach denselben Regeln. Was aber den zweiten Ausflug des Dänen Ole Bornedal in die USA von anderen Filmen der Gattung unterscheidet, ist, dass er die Besessenheit des Mädchens konsequent mit der Familiengeschichte verknüpft, speziell der Trennung der Eltern und den Problemen, die sich daraus für die beiden Töchter ergeben. Das sorgt für plastische Charaktere, zu denen der Zuschauer eine Beziehung entwickeln kann. Für konventionellen Schrecken ist dennoch gesorgt, wenn auch der Regisseur dabei hinter dem zurückbleibt, was er uns in seinen letzten dänischen Filmen geboten hat.

Text: Frank Arnold

Foto: Diyah Pera / Studiocanal GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Posession – Das Dunkle in Dir“ im Kino in Berlin

Posession – Das Dunkle in Dir (The Possession), USA 2012; Regie: Ole Bornedal; Darsteller: Jeffrey Dean Morgan (Clyde Brenck), Kyra Sedgwick (Stephanie Brenck), Madison Davenport (Hannah); 92 Minuten; FSK 16

Kinostart: 8. November

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